Webinar AMAS X #theValueExchange Webinar on Operationalising T+1
14. Juni 2023
Transaktionen mit Aktien unterliegen einem Abwicklungszyklus, dem sogenannten Trade Settlement. Dieser Prozess erlaubt den reibungslosen Austausch der Wertpapiere zwischen den handelnden Parteien. Ende Mai 2024 wurden die Börsenplätze in den USA, in Kanada und in Mexiko diesen Abwicklungszyklus von derzeit zwei Tagen (T+2) auf nur noch einen Tag verkürzen (T+1).
China hat seinerseits diesen Abwicklungszyklus bereits auf T+0 für Aktien und T+1 für Cash umgestellt. Auch Indiens Börsen haben auf T+1 umgestellt.
In der EU, in Grossbritannien wie auch in der Schweiz sind die Diskussionen über eine Einführung von T+1 im Gang.
Logistische und technische Herausforderungen
Der Wechsel der nordamerikanischen Börsenplätze auf T+1 wird sich auf die europäischen und Schweizer Märkte auswirken. Ein verkürzter Abwicklungszyklus’ auf T+1 soll Vorteile bringen wie die Reduktion systemischer Risiken (Liquidität, Gegenpartei) gegenüber Clearing-Häusern und anderen Marktteilnehmern.
Gleichwohl wird der Wandel Asset Manager und Investoren in der Schweiz vor logistische und technische Herausforderungen stellen. Schweizer Asset Manager und Fondsanbieter müssen derzeit die möglichen Auswirkungen auf ihre kollektiven Kapitalanlagen selbst beurteilen und technologische, verhaltensbezogene und betriebliche Änderungen vorbereiten.
Die AMAS ist aus Wettbewerbsgründen bestrebt, den Abwicklungszyklus auch in der Schweiz auf T+1 zu kürzen und hält es dabei für sinnvoll, mit der EU und mit Grossbritannien eine gemeinsame Lösung zu verfolgen. Über den Swiss Finance Council in Brüssel, bei dem die AMAS Mitglied ist, werden die entsprechenden Diskussionen mit der EU koordiniert.
Im Januar 2025 hat das zum Übergang zu einem T+1 Abwicklungszyklus für die Inlandsmärkte in der Schweiz und Liechtenstein im Oktober 2027 als kombinierte Migration gemeinsam mit der EU und dem Vereinigten Königreich publiziert. Im Falle einer Verzögerung in einer der beiden anderen Jurisdiktionen werden die inländischen Märkte versuchen, ihren Zeitplan mit dem „First Mover“ abzustimmen, vorausgesetzt, die Migration erfolgt nicht vor Oktober 2027. Diese Empfehlung wurde sowohl vom Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen (SIF) als auch von der SIX zur Kenntnis genommen.
Die AMAS engagiert sich ebenfalls in der Taskforce T+1 des Swiss SPTC und wird sie mit Fachexperten aus den Reihen ihrer Mitglieder und der Geschäftsstelle unterstützen. Zudem wird die AMAS die Koordination mit externen Stakeholdern wie dem Swiss Finance Council und der EFAMA in Brüssel sowie der britischen Investment Association (“IA”) sicherstellen. Das Ziel ist dabei, der Schweizer Finanzindustrie und insbesondere den Mitgliedern der AMAS eine smarte und reibungslose Transition zum verkürzten Abwicklungszyklus T+1 am 11. Oktober 2027 zusammen mit den europäischen Partnern zu ermöglichen.
«Settlement T+1»
Webinar AMAS X #theValueExchange Webinar on Operationalising T+1
14. Juni 2023